Cyberkriminalität qmBase

Schutz vor Cyberkriminalität während der COVID-19-Pandemie

Die aktuelle COVID-19-Pandemie hat nicht nur erhebliche Auswirkungen auf die globale Wirtschaft, die Gesellschaft, Kultur und Politik, sondern auch auf die Kriminalität. Cyberkriminalität, also kriminelle Handlungen im digitalen Raum, nimmt während der Ausnahmesituation, in der wir uns in den letzten Monaten befinden, zu.

Wer ist davon betroffen?

Genau genommen kann jeder Opfer durch Cyberkriminalität werden, egal ob Privatperson, Freiberufler, Klein- und Mittelständische Unternehmen, sowie Großkonzerne.

Für eine bessere Lesbarkeit werden wir in diesem Text den Begriff Unternehmen verwenden.

In den letzten Jahren hat die Cyberkriminalität stetig zugenommen.  Dies geschieht auf unterschiedliche Angriffsarten: durch Phishing Mails, Viren, Trojaner, CEO-Fraud etc. – die Manipulation von Privatpersonen, Selbstständigen, Unternehmen und der kritischen Infrastruktur wie Energiekonzernen oder Krankenhäusern, hat viele Gesichter.

Angriffarten von Cyberkriminalität

Angriffsarten von Cyberkriminalität, Quelle: KFN (2020): Cyberangriffe gegen Unternehmen. Ergebnisse einer repräsentativen Unternehmensbefragung in Deutschland 2018/2019. Kurzbericht. Hannover

In NRW waren zum Beispiel Unternehmen betroffen, die im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie Soforthilfen beantragen wollten. Durch die Fälschung der Internetseite des nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministeriums, sollten Daten der Antragssteller abgegriffen werden. 

Wieso steigt die Fallzahl der Cyberkriminalität während der COVID-19-Pandemie?

Hierfür gibt es mehrere Gründe. 

  • Mehrere Unternehmen haben ihre Mitarbeiter ins Homeoffice geschickt, dort gibt es u.U. nicht die gleichen Sicherheitsstandards wie in den Unternehmen. Im Zuge des Homeoffice müssen neue Formen der Kommunikation gefunden werden. Immer mehr Unternehmen nutzen Tools für Remote Work z.B. ZOOM für Videokonferenzen. Einige Anbieter solcher Konferenztools weisen jedoch Sicherheitslücken auf und machen es Kriminellen möglich sich in die Videokonferenz dazuzuschalten. Mehr Informationen zu Zoombombing.
  • Die COVID-19-Pandemie hat auch Auswirkungen auf das “Geschäft” von Kriminellen. Durch Lockdowns und Schließungen des Einzelhandels kann das organisierte Verbrechen nicht funktionieren wie vor der Pandemie. Dies betrifft unter anderem die Zahlung von Schutzgeld, Taschendiebstahl und Einbrüche. Es findet also eine Neuorientierung, weg von klassischer Kriminalität, hin zur Cyberkriminalität statt. Wie dieser Bericht zeigt, wurde in Honduras bereits Ende März festgestellt, dass das organisierte Verbrechen sich, aufgrund mangelnder Alternativen, stärker auf Cybercrime ausrichtet. 

Welche Auswirkungen hat Cyberkriminalität für Unternehmen?

Werden Unternehmen zu Opfern von Cyberkriminalität kann das diverse Folgen nach sich ziehen

Kosten

In den Jahren 2014-2019 sind die Kosten, die durch Cyberkriminalität entstanden sind, um 40 % gestiegen. Der finanzielle Schaden entsteht nicht allein durch die Erpressung von Geld, meist in Form von Kryptowährungen wie Bitcoins.

Die Manipulation des Alltagsgeschäftes, Weitergabe von Betriebsgeheimnissen oder dem Diebstahl von vertraulichen Daten wie Kundenadressen und Kreditkarteninformationen, können ebenfalls Kosten für Sie und Ihre Kunden verursachen.

Prestige und Vertrauen der Kunden

Für Unternehmen, die Opfer von Cyberkriminalität geworden sind, entsteht nicht nur ein akuter wirtschaftlicher Schaden. Eine gute IT-Sicherheit ist für viele Verbraucher ein Qualitätsmerkmal, wird ein Unternehmen Opfer von Cyberkriminalität schadet dies dem Ruf von Unternehmen. Der Verlust von Kunden und ein geschädigter Ruf kann ebenfalls eine Folge von Cyberkriminalität sein.

Infrastruktur

Wird ein Konzern, der zur kritischen Infrastruktur der Gesellschaft gehört, wie Krankenhäuser, Opfer von Cyberkriminalität, kann dies mehr als nur finanzielle Folgen haben. Immer mehr Krankenhäuser, Elektrizitätswerke etc. sind wie andere Unternehmen digitalisiert. Ein Angriff auf diese Infrastruktur kann im schlimmsten Fall lebensbedrohlich sein.

Wie kann man sein Unternehmen vor Cyberkriminalität schützen?

Ein wichtiger Aspekt im Umgang mit Cyberkriminalität ist die Schulung und Sensibilisierung von Mitarbeitern. Informieren Sie sich und Ihre Mitarbeiter über den korrekten Umgang mit vertraulichen Daten im Homeoffice, das richtige Verhalten beim Erhalt von Phishing-Mails und ermöglichen Sie Ihnen eine gute IT-Sicherheit für das Homeoffice. Klicken Sie hier, um zu erfahren, wie Sie die Schulungen Ihrer Mitarbeiter mit den qmBase Schulungsmanagement erfassen und verwalten können.  

Außerdem sollte die Unternehmensführung das Risiko der Cyberkriminalität kennen und in ihr Risikomanagement integrieren. Risiken, die nicht rechtzeitig erkannt und bewältigt werden, gefährden die erfolgreiche Weiterentwicklung eines Unternehmens.

Das Risikomanagement ist ein präventiver Ansatz, um Unternehmensrisiken und Projektrisiken zu identifizieren und durch geeignete Maßnahmen abzumildern. Dazu wird entweder die Eintrittswahrscheinlichkeit oder die Auswirkungen beim Eintritt zu reduziert. Klicken Sie hier, um mehr über das Thema Risikomanagement zu erfahren und über die verschiedenen Formen des Risikomanagements zu erfahren. Unter diesem Link finden Sie unseren Artikel zur SWOT Analyse, einem kostenlosen Tool mit dem Sie ihre unternehmensinternen Stärken und Schwächen sowie unternehmensexternen Chancen und Risiken analysieren können

Wir stellen Ihnen alle qmBase-Funktionen gerne persönlich vor. Sie müssen nur Kontakt zu uns aufnehmen!

Sollten Sie Fragen zu der Verwaltung von Mitarbeitern haben, kontaktieren Sie uns gerne. Sie können auch direkt Ihren kostenlosen Testzugang anfordern und unsere Software 14 Tage testen.

Weitere Quellen:

Podcast 

Jack Meegan-Vickers, 10.04.2020, Episode 3 – COVID and Cybercrime, The Impact: Coronavirus and Organized Crime by Global Initiative

Bildquelle der Abbildung Angriffsarten Cyberkriminalität:

KFN (2020): Cyberangriffe gegen Unternehmen. Ergebnisse einer repräsentativen Unternehmensbefragung in Deutschland 2018/2019. Kurzbericht. Hannover, Abbildung 4 Angriffsarten

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